Projektleitung:
Prof. Dr. Eberhard Hartung; Dr. Angelika Häußermann

Beteiligte:
M. Sc. agr. Christian Pahl

Stichwörter:
Wiederkauaktivität; Wiederkausensor; Herdenmanagement

Laufzeit:
01.07.2010 - 31.03.2014

Förderer:
H. Wilhelm Schaumann-Stiftung

Projektpartner:
Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Kontakt:
Pahl, Christian
Telefon +49 431 880-1435, Fax +49 431 880-4283, E-Mail: cpahl@ilv.uni-kiel.de

Erkennung von Erkrankungen bei Milchkühen mit Hilfe der Wiederkauaktivität


Die Wiederkauaktivität ist für die Stoffwechselvorgänge von Hochleistungskühen von zentraler Bedeutung. Abweichungen vom Normalverlauf können auf ein gestörtes Allgemeinbefinden hindeuten. Das Wiederkauverhalten der einzelnen Kuh wird jedoch auch von zahlreichen weiteren Faktoren wie beispielsweise der Futteraufnahme, der Tierleistung, dem Laktationsstadium und Umweltfaktoren beeinflusst.

 

Die Vorhgehensweisen bisheriger Untersuchungen zum Wiederkauverhalten in Form direkter Beobachtung bzw. Videoaufnahmen oder indirekter Methoden erwiesen sich mitunter als aufwendig, zudem wurden meist nur wenige Kühe untersucht. Die im Rahmen der laufenden Studie verwendeten Wiederkausensoren (akustisch und Druck) zeichnen die Dauer der Wiederkauaktivität mit ausreichender Genauigkeit auf und eignen sich besonders für den Einsatz in der Herde und über einen längeren Zeitraum.

 

Ziel der Untersuchungen ist es, charakteristische Abweichungen der Wiederkaudauer vom Normalverlauf der einzelnen Kuh zu definieren und den jeweiligen Ursachen zuzuordnen. Auf Grundlage der in der Milchviehherde des LVZ Futterkamp durchgeführten Versuche   sollen Erkenntnisse gewonnen werden, welche Grenzwerte oder Verläufe der Wiederkauaktivität als Indikatoren für ein verbessertes Herdenmanagement dienen können.