Projektleitung:
Prof. Dr. Eberhard Hartung

Beteiligte:
M.Sc. Katharina Traphan

Stichwörter:
Nahinfrarotspektroskopie, NIRS, Gülle, nährstoffgesteuerte Gülleausbringung

Laufzeit:
01.07.2007 - 31.12.2010

Kontakt:
Traphan, Katharina
Telefon +49 431 880-3790, Fax +49 431 880-4283, E-Mail: ktraphan@ilv.uni-kiel.de

Auswirkung einer nährstoffgesteuerten Gülleausbringung auf Ertrag und Qualität von Druschfrüchten

Die Bestimmung von Inhaltsstoffen in Gülle erfolgt bisher hauptsächlich über Laboranalysen. Die hierfür notwendige Probennahme und die Analyse selbst zeigen sich dabei als sehr zeit – und kostenaufwendig. Die Folge ist ein geringer Probenumfang, der den tatsächlichen Nährstoffstatus einer Gülle nicht ausreichend repräsentieren kann.

Die zeitliche Verzögerung zwischen Probennahme und Gülleausbringung trägt ebenfalls dazu bei, dass die Nährstoffe in Gülle überwiegend anhand von Richtwerten geschätzt werden. Eine nährstofforientierte Verwertung von Gülle gestaltet sich daher schwierig. Die Nährstoffe der Gülle können daher nicht gezielt in das pflanzenbauliche Produktionssystem integriert werden.

Im hier vorgestellten Projekt wird ein NIRS-Sensor in der praktischen Gülleausbringung eingesetzt. Mit Hilfe des Sensors ist es möglich, die Nährstoffzusammensetzung (Gesamt-N, NH4-N, Phosphor und Kali) der Gülle kontinuierlich während des Befüllens des Güllewagens und der tatsächlichen Ausbringung in den Pflanzenbestand zu messen. Dadurch ist eine nährstoffgesteuerte Gülleausbringung möglich, es kann die gewünschte Nährstoffmenge ausgebracht werden.

Ziel ist es, das Messsystem im praktischen Einsatz zu testen. Die Möglichkeit den Nährstoffgehalt zu bestimmen wird genutzt, um eine mineralische Stickstoffdüngung und eine Stickstoffdüngung durch Gülle zu vergleichen. Dabei wird untersucht, ob eine Einsparung von Mineraldüngern, sowie eine stadien- oder sogar teilflächenspezifische Gülleapplikation möglich wäre. Unterschiede zwischen den Düngungsvarianten werden während der Vegetation mittels Biomassebestimmung und Pflanzenbonituren, bei der Ernte anhand von Ertrag und Qualität des Druschgutes bestimmt.