Projektleitung:
Prof. Dr. Eberhard Hartung

Beteiligte:
Dr. Eiko Thiessen

Stichwörter:
Aquakultur; Fett; Ultraschall

Laufzeit:
15.03.2009 - 14.03.2012

Kontakt:
Thiessen, Eiko
Telefon +49 431 880-3790, Fax +49 431 880-4283, E-Mail: ethiessen@ilv.uni-kiel.de

Entwicklung einer Online-Ermittlung des Lipidanteils - OEL

(Unterprojekt 4 im Teilprojekt: „Marine Aquakultur-Systemforschung – MASY“ der CAU des nationalen Kompetenzzentrums marine Aquakultur)

Die Fleischzusammensetzung unterscheidet sich von frei lebenden Fischen zu den in Aquakultur gemästeten Fischen. Die Aquakultur-Fische haben andere Wasser-, Bewegungs- und vor allem Nahrungsbedingungen.

 

Am deutlichsten äußert sich dies im Fettgehalt und damit auch im Geschmack: Gerade in Rezirkulationsanlagen ergibt die Kombination von aufbereitetem Brauchwasser, fettreichen Futtermittel und hohen Besatzdichten (bis zu 500 kg/m³ bei afrikanischen Welsen und Tilapia, typischerweise 40 kg/m² = 80 kg/m³ bei Steinbutt) einen erhöhten Fettgehalt und damit intensivierten Fischgeschmack nach den aufgenommenen Inhaltsstoffen.

 

Die Ermittlung des Fettgehaltes am Ende der Mast (Schlachtung) ermöglicht zwar Rückschlüsse für die optimierte Produktion der nächsten Mast, lässt jedoch keine Eingriffe in der aktuellen Mast zu.

Ziel dieses Projektes ist es, eine nicht-invasive Methode zu Bestimmung des Fettgehaltes zu entwickeln. Damit wird es möglich sein, während der Mast Informationen über den aktuellen Status der Mastgruppe zu erhalten und für eine angepasste Produktion (Prozessregelung der Fütterung und Wasseraufbereitung bzw. Manage-mententscheidungen bzgl. Verwertungs- und Vermarktungspotential) zu verwenden.

 

Als Methode der Wahl wird die Ultraschalltechnik angesehen, da sie im Medium Wasser unkompliziert einzusetzen ist und Erfahrungen im Bereich der Tierproduktion (AutoFOM) bereits existieren.