EmiMin: Emmissionsminderung Nutztierhaltung - Einzelmaßnahmen

(english version below)

Projektleitung:
Prof. Dr. Eberhard Hartung
 

Beteiligte:
M.Sc. Henning Schulte
Dr. Frauke Hagenkamp-Korth
 

Stichwörter:
Ammoniakemissionen, Minderungsmaßnahmen, Schweinehaltung, Ureaseinhibitor, Unterflurschieber, Auslauf

Ammonia emission, emissions reduction, pig farming, urease inhibitor, underfloor scrapers, open-air area, naturally ventilated housing

 

Laufzeit:
01.07.2018 - 30.06.2023
 

Projektpartner:

 

Förderer:

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Zweckvermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main.

Landwirtschaftliche Rentenbank Rentenbank
 

Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und ErnährungBLE

Kontakt:

Im Rahmen des Verbundvorhabens „Emissionsminderung Nutztierhaltung- Einzelmaßnahmen“ (EmiMin) werden ausgewählte Maßnahmen zur Emissionsminderung in Ställen der Nutztierhaltung hinsichtlich ihres Minderungspotentials unter deutschen Produktionsbedingungen untersucht. Aus den Ergebnissen sollen Emissionsfaktoren für Ammoniak, Geruch und Methan abgeleitet werden. Die Messungen der Emissionsdaten werden unter Einhaltung des VERA-Prüfprotokolls durchgeführt. Am Institut für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik werden folgende Teilprojekte betreut:

Teilprojekt 2: Oberflächenbehandlung mittels Ureaseinhibitors in der Schweinemast

Die Umsetzung des Harnstoffs aus dem Urin zu Ammoniak wird wesentlich durch die Aktivität des Enzyms Urease beeinflusst. So kann die Hemmung der Ureaseaktivität durch geeignete Ureaseinhibitoren zu einer geringeren Ammoniakfreisetzung führen. In der Rinderhaltung sind bereits geeignete Verfahren entwickelt und deren emissionsmindernde Wirkung unter Praxisbedingungen bestätigt worden. Im Teilprojekt 2 (TP2) sollen der Einsatz und dessen Ammoniakreduktionspotential für die Schweinehaltung untersucht werden. Dazu werden in zwei Versuchsbetrieben je zwei Abteile mit einer Applikationstechnik ausgestattet. Die Technik soll sowohl oberhalb der Stalleinrichtung als auch unterflur installiert. So kann der Ureaseinhibitor auf die emittierende Lauffläche als auch auf die Gülle unterhalb des Spaltenbodens gesprüht werden. Mit diesem Case-Control-Ansatz können unterschiedliche Situationen initiiert werden, um so die Wirkung der Ureaseinhibitoren festzustellen.

Teilprojekt 4: Freie Lüftung mit Auslauf in der Schweinemast

In der Schweinehaltung werden Haltungsverfahren mit freier Lüftung und Auslauf als besonders tiergerecht eingestuft. Aus Sicht des Umweltschutzes gilt allerdings der Auslaufbereich als besonders emissionsrelevant, da hierdurch der Anteil an emissionsaktiven Oberflächen evtl. vergrößert wird. Bisher sind nur wenige Daten zu den tatsächlichen Ammoniakemissionen aus Schweinehaltungssystemen mit freier Lüftung und Auslauf sowie deren Minderungsmaßnahmen verfügbar. Im Rahmen des Teilprojektes 4 (TP4) sollen bei diesen Haltungsverfahren für die Schweinemast unterschiedliche Minderungsmaßnahmen speziell für den Auslauf untersucht werden. Neben Ausläufen mit perforierten Mistbereich und Unterflurschieber sollen auch planbefestigte Ausläufe mit einer Oberflächenbehandlung mittels Ureaseinhibitor mit einbezogen werden. Neben der Kombination von Unterflurschieber und Ureaseinhibitor sollen anschließend zusätzlich mögliche Umbau- sowie Anpassungsmaßnahmen durch Optimierung von Technik und/oder Management im Auslauf bzw. im Stall durchgeführt werden.

 

EmiMin: Emission reduction in livestock farming – specific measures

The project “Emission reduction in livestock farming (EmiMin)” review selected measures for reducing emissions in livestock housing systems with regard to their reduction potential under German production conditions. The measuring results intend to derive emission factors for ammonia, odor and methane. The mitigation measures will investigate according to the VERA test protocols. The Institute of Agricultural Engineering supervise the following subprojects:

Subproject 2: Surface treatment using urease inhibitors in pig fattening

The activity of the enzyme urease significantly influences the conversion of urease from urine to ammonia. Thus, the inhibition of urease activity by suitable urease inhibitors lead to a lower release of ammonia. In cattle farming, suitable methods is already developed and their emission-reducing effects under practical conditions is definite. In subproject 2 (TP2), the use and its ammonia reduction potential for pig farming are to be investigated. For this purpose, two compartments are equipped with an application technology in two experimental houses. The technology is to be installed above the stable equipment as well as below the slatted floor. The urease inhibitor can be spray on the emitting tread as well as on the manure. With this case-control approach, different situations can be initiated to determine the effect of the urease inhibitors.

Subproject 4: Naturally ventilated housing systems with open-air area in pig fattening

In pig farming, naturally ventilated housing systems with open-air area is classify as animal-friendly way of housing. From environmental point of view, the open-air area is deem particularly emission-relevant. In the past, few data were collected on ammonia emissions of naturally ventilated housing systems with open-air area and their mitigation measures. Subproject 4 (TP4) aims to investigate different mitigation measures for the naturally ventilated housings system with open-air area. Beside the open-air areas with slatted floor and underfloor scrapers, open-air areas with solid floor and treatment with urease inhibitor will investigated. The combination of underfloor scraper and urease inhibitor is planned. Optimizing technology and / or management in naturally ventilated housing system with open-air area will carried out further possible modification and adaptation measures.